"Tier und wir" - Positionen zeitgenössischer Kunst

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Kuratorin: Dr. Petra Noll

Veranstalter:
Stadt Neuötting

Termin:
31.10.-07.12.2008

Di-Fr 10-12 und 14-17 Uhr
Sa-So 14-17 Uhr


Veranstaltungsort:
Stadtmuseum

Eintritt:
Eintritt frei

In der Galerie für zeitgenössische Kunst im Stadtmuseum Neuötting findet vom 31. Oktober bis 7. Dezember 2008 eine Gruppenausstellung mit dem Titel "Tier und wir - Positionen zeitgenössischer Kunst" (Kuratorin: Dr. Petra Noll) statt.

Daran nehmen folgende Künstlerinnen und Künstler teil:
Antours, Wien
Alfred Bachlehner, Wien
Sinje Dillenkofer, Stuttgart
Oliver Dorfer, Linz
Lisa Endriss, Griesstätt/Bayern
Samuel Fleury, Paris
Robert F. Hammerstiel, Wien
Ottmar Hörl, Wertheim
Judith Pichlmüller, Wien
Martin Praska, Wien
Jacqueline Salmon, Paris
Ingeborg Strobl, Wien
Sebastian Weissenbacher, Wien
Toni Wirthmüller, Berlin
Ursula Zeidler, Reut/b. Simbach am Inn


Seit der prähistorischen Höhlenmalerei ist das Tier eines der großen Themen der Kunst. Das Verhältnis des Menschen zu Tieren und sein Umgang mit ihnen sagt viel aus über ihn, seine Lebensgewohnheiten, Sehnsüchte und Wertvorstellungen. Damit ist das Thema "Tier" auch für die zeitgenössische Kunst von höchster Brisanz.

Die künstlerischen Positionen, die für die Ausstellung "Tier und wir" ausgewählt wurden, fokussieren die Beziehung zwischen Mensch und Tier, in erster Linie werden dabei nicht Aussagen über das Tier, sondern über den Menschen getroffen. Die Beziehung Mensch-Tier ist besonders in der heutigen Zeit eine äußerst ambivalente. Das Tier wird gleichzeitig hochgezüchtet als Fleischlieferant, gequält in wissenschaftlichen Versuchsanstalten, gejagt, verfolgt, eingesperrt, in Zoo und Zirkus zur Schau gestellt, domestiziert und gefürchtet, aber auch bewundert, geschützt, heiß geliebt als treuer Begleiter und Mitbewohner oder Partner bei der Jagd, sowie verwendet als Symbolträger für den Einklang mit der Natur. Unser Verhältnis zum Tier ist ein künstliches, es gibt meist nur die Extreme "unbarmherzige Behandlung" oder degenerierte "Affenliebe" (Schoßhündchen). In der Nachbildung als kuscheliges Stofftier, Porzellanfigürchen oder Comic-Figur bzw. mit der Präparierung toter Tiere als Jagdtrophäe oder Museumsstück setzt die Verkitschung des Tieres ein. Die Beziehung Mensch-Tier ist heute entmystifiziert, der Mensch hat das Tier im Griff, er nutzt es - in jeder Beziehung - für seine Zwecke und degradiert es zum bloßen "Ding".

In der Gruppenausstellung "Tier und wir", an der deutsche, österreichische und französische Künstlerinnen und Künstler teilnehmen, werden Arbeiten aus den Bereichen Malerei, Grafik, Objekt, Fotografie, Video und Internet gezeigt.

Die Ausstellungseröffnung findet am Donnerstag, den 30. Oktober um 20 Uhr in den Räumen des Stadtmuseums statt.

Gültig bis: 2008-10-31 - Veröffentlicht von
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